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Lohnt sich eine Solaranlage im Winter?
Viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer stellen sich vor der Anschaffung einer Solaranlage eine ganz entscheidende Frage:
Funktioniert Solarstrom eigentlich auch im Winter – oder steht die Anlage monatelang fast still?
Warum produziert eine Solaranlage im Winter weniger Strom?
Der wichtigste Einflussfaktor für den Ertrag einer Photovoltaikanlage ist die Sonneneinstrahlung. Im Winter sind die Tage kürzer, die Sonne steht tiefer und der Himmel ist häufiger bewölkt. Dadurch trifft insgesamt weniger Sonnenenergie auf die Solarmodule als im Sommer. Das bedeutet jedoch nicht, dass Solaranlagen im Winter keinen Strom erzeugen. Sie produzieren lediglich weniger, nicht nichts. Über das gesamte Winterhalbjahr hinweg – also von Oktober bis März – entsteht weiterhin ein spürbarer Teil des jährlichen Solarstroms. Je nach Standort und Anlage sind das rund 20 bis 25 Prozent des Jahresertrags.
Wie viel Solarstrom ist im Winter realistisch?
In den dunkelsten Monaten des Jahres fällt der Ertrag naturgemäß geringer aus. Trotzdem können moderne Solaranlagen auch im Winter einen Teil des Strombedarfs decken – vor allem tagsüber.
Für einen durchschnittlichen Haushalt heißt das: Die Solaranlage liefert zwar nicht den gesamten Strombedarf, reduziert aber dennoch den Bezug aus dem öffentlichen Netz, und senkt damit die Stromkosten auch in der kalten Jahreszeit. Besonders wichtig ist dabei die Gesamtbetrachtung über das Jahr. Die hohen Erträge im Frühjahr und Sommer gleichen die ruhigeren Wintermonate deutlich aus.
Kälte ist kein Problem – im Gegenteil
Ein weit verbreiteter Irrtum: Solarmodule funktionieren nur bei warmem Wetter gut.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Photovoltaikmodule arbeiten bei niedrigen Temperaturen besonders effizient. Hitze kann die Leistung sogar leicht verringern, während kühle Luft den Wirkungsgrad verbessert. Entscheidend ist also nicht die Außentemperatur, sondern das verfügbare Sonnenlicht.
Was bedeutet Schnee für die Solaranlage?
Leichter Schnee ist meist kein Problem. Durch die glatte Oberfläche und die Neigung der Module rutschen dünne Schneeschichten oft von selbst ab. Außerdem kann selbst bei leichter Bedeckung noch diffuses Licht die Module erreichen. Bleibt eine dicke Schneeschicht länger liegen, kann die Stromproduktion zwar kurzfristig ausfallen. Für den Jahresertrag ist das jedoch kaum relevant, da es in den meisten Regionen Deutschlands nur wenige Tage mit anhaltender Schneebedeckung gibt. Ein zusätzlicher Effekt: Heller Schnee auf dem Boden kann Sonnenlicht reflektieren und die Leistung der Anlage sogar leicht unterstützen.
Verschattung spielt im Winter eine größere Rolle
Im Winter steht die Sonne deutlich tiefer am Himmel. Dadurch werden Schatten länger – zum Beispiel durch Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine. Flächen, die im Sommer kaum verschattet sind, können im Winter stärker betroffen sein. Deshalb lohnt es sich, bereits bei der Planung einer Anlage den Sonnenverlauf über das ganze Jahr zu berücksichtigen. Moderne Anlagen mit Optimierern oder einer durchdachten Modulverteilung können Verschattungen gut ausgleichen.
Warum ein Stromspeicher im Winter besonders sinnvoll ist
Da im Winter weniger Solarstrom erzeugt wird, ist der Eigenverbrauch besonders wichtig. Ein Stromspeicher hilft dabei, den tagsüber erzeugten Strom auch abends oder nachts zu nutzen – genau dann, wenn der Bedarf am höchsten ist. Ohne Speicher wird ein großer Teil des Solarstroms direkt verbraucht. Mit Speicher lässt sich der Eigenverbrauch deutlich erhöhen, was den Netzbezug reduzieren, Stromkosten senkten und die Unabhängigkeit vom Energieversorger erhöhen kann.
Fazit
Also auch wenn Solaranlagen im Winter weniger Strom produzieren als im Sommer, bleiben sie ein sinnvoller Bestandteil der Energieversorgung, denn ein relevanter Teil des Jahresstroms entsteht im Winterhalbjahr. Wir können festhalten, dass die Kälte die Technik nicht beeinträchtigt und Schnee und schlechtes Wetter nur einen kurzfristigen Effekt auf die Stromproduktion haben. Mit einem Stromspeicher und intelligent geplantem Verbrauch lässt sich auch im Winter viel Eigenstrom nutzen. Entscheiden ist nicht der einzelne Wintermonat, sondern die Gesamtleistung über das Jahr verteilt.
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